Maritime Wirtschaft und Häfen

Neben meiner Zuständigkeit für Mobilität und Verkehr bin ich Sprecher für die maritime Wirtschaft unserer grünen Landtagsfraktion. Beide Bereiche gehören untrennbar zusammen: Eine erfolgreiche Verkehrswende gelingt nur, wenn wir alle Verkehrsträger gemeinsam betrachten – auf der Straße, der Schiene und auf dem Wasser.

Die niedersächsischen Häfen sind ein zentraler Wirtschafts- und Innovationsmotor. Zehntausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt an der maritimen Wirtschaft. Deshalb ist klar: Die ökologische Transformation der Schifffahrt muss nicht nur ambitioniert, sondern auch sozial gerecht gestaltet werden. Klimapolitik und Sozialpolitik dürfen kein Gegensatz sein – sie müssen Hand in Hand gehen.

Für die Schifffahrt bedeutet Klimaneutralität vor allem den konsequenten Umstieg auf alternative, insbesondere wasserstoffbasierte Antriebe. Anders als in vielen anderen Verkehrsbereichen ist eine direkte Elektrifizierung hier nur begrenzt möglich. Umso wichtiger ist es, dass grüner Wasserstoff in ausreichender Menge und zu fairen Bedingungen bereitsteht. Da die Produktionskapazitäten in Deutschland begrenzt sind, braucht es eine klare Priorisierung – auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und nicht nach der Finanzkraft einzelner Branchen.

Im Koalitionsvertrag haben wir uns klare Ziele gesetzt: die Weiterentwicklung unserer Häfen zu „Green Harbours“, die Stärkung Wilhelmshavens als Energiedrehscheibe für erneuerbare Energien, den Ausbau der Offshore-Infrastruktur in Cuxhaven sowie eine verlässliche Finanzierung unserer Hafeninfrastruktur. Gleichzeitig achten wir darauf, wirtschaftliche Entwicklung und Gewässerschutz im Einklang mit europäischen Umweltstandards zu gestalten.

Ich setze mich dafür ein, dass Niedersachsen Vorreiter einer nachhaltigen, innovativen und wettbewerbsfähigen Schifffahrt wird. Mit starken Häfen, verlässlicher Infrastruktur und einer klaren Klimastrategie gestalten wir die maritime Wirtschaft zukunftsfähig – ökologisch, ökonomisch und sozial.