
Wie wir uns fortbewegen, entscheidet darüber, wie wir leben – und welche Zukunft wir unseren Kindern hinterlassen. Als Fraktionssprecher für Mobilität, Verkehr und Maritime Wirtschaft im Niedersächsischen Landtag ist das mein zentrales Arbeitsfeld. Mein Anspruch ist klar: Bus und Bahn müssen endlich eine echte Alternative zum Auto werden, Radfahren muss sicher und alltagstauglich sein, und unsere Städte und Dörfer brauchen wieder mehr Platz für Menschen statt für Blech.
Beim Schienenverkehr tut sich in Niedersachsen nach langen Jahren des Stillstands endlich etwas. Das Reaktivierungsprogramm der rot-grünen Landesregierung, das von meiner Fraktion mitgetragen wird, bringt konkrete Ergebnisse: Fünf Strecken haben im März 2025 die entscheidende wirtschaftliche Prüfhürde genommen und rücken nun in die konkrete Planung vor. Gerade für ländliche Regionen wie unsere ist das mehr als eine Zahl – es ist die Chance auf echte Mobilität für alle, die kein Auto haben oder keines haben wollen.
Beim Radverkehr haben wir in dieser Legislatur wichtige Weichen gestellt: Die Förderquote für Radwege wurde auf bis zu 80 Prozent angehoben, allein im Jahr 2026 stehen 75 Millionen Euro Landesmittel bereit. Neue Regelungen zu Fahrrad-Piktogrammketten und Schulstraßen geben Kommunen endlich die Werkzeuge, die sie brauchen, um Radfahren sicherer und Schulwege kindgerechter zu gestalten.
Und mit der Reform des Straßenverkehrsrechts haben wir 2024 einen echten Paradigmenwechsel eingeleitet: Kommunen müssen nicht länger auf Unfälle warten, bevor sie ihre Straßen umgestalten dürfen. Klimaschutz, Gesundheit und städtebauliche Entwicklung sind nun gleichrangige Ziele neben dem Autoverkehr – das eröffnet ganz neue Spielräume für lebenswerte Orte.